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Vom Abwasser zum sauberen Wasser

Jeden Tag behandelt unsere Kläranlage rund 20 Millionen Liter Abwasser– das entspricht dem Inhalt von fast acht olympischen Schwimmbecken. Dieses Abwasser stammt unter anderem aus Toiletten, Duschen, Küchen, Waschmaschinen sowie aus Industrie und Gewerbe.

Damit das Wasser wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann, durchläuft es mehrere aufeinander abgestimmte Reinigungsstufen. Dabei werden grobe Feststoffe, organische Ver­schmutzungen, Stickstoff, Phosphor und Mikroverunreinigungen entfernt. Die Reinigungskapazität ist auf 80'000 Einwohnerwerte (Einwohner, Gewerbe und Industrie) ausgelegt.

Doch die Kläranlage reinigt nicht nur Wasser: Die bei der Reinigung anfallenden Schlämme werden weiter­behandelt und zur Erzeugung von Biogas genutzt. So entstehen erneuerbare Energie und wertvolle Rohstoffe, während gleichzeitig unsere Gewässer nachhaltig geschützt werden.

Begleiten Sie das Abwasser auf seinem Weg durch die Kläranlage und erfahren Sie, wie aus verschmutztem Wasser Schritt für Schritt wieder sauberes Wasser wird.

ARA Übersicht
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1 Mechanische Reinigung

Die mechanische Reinigungsstufe entfernt grobe …

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1 Mechanische Reinigung

Die mechanische Reinigungsstufe entfernt grobe …

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2 Biologische Reinigung – Kohlenstoffabbau

Die biologische Reinigungsstufe entfernt gelöste …

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3 Biologische Stickstoffentfernung

Die Stickstoffelimination entfernt überschüssigen …

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4 Phosphorelimination

Die Phosphorelimination entfernt überschüssigen …

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5 Nachklärung

Das Nachklärbecken trennt den Belebtschlamm vom …

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6 Elimination von Mikroverunreinigungen

Die Ozonung entfernt Mikroverunreinigungen aus dem …

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7 Tuchfiltration

Die Tuchfiltration ist eine zusätzliche Reinigungsstufe …

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8 Gereinigtes Abwasser

Das gereinigte Wasser kehrt sauber in den natürlichen …

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9a Faulung

Die Faulung baut organische Bestandteile des Schlamms …

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9b Schlammentwässerung und -Entsorgung

Die Schlammentwässerung reduziert Volumen und …

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10 Biogas und Solarstrom

Das Biogas wird zur Erzeugung von Strom und …

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11 Betriebsgebäude

Das Betriebsgebäude ist das organisatorische und …

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1 Mechanische Reinigung

Die mechanische Reinigungsstufe entfernt grobe …

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1 Mechanische Reinigung

Die mechanische Reinigungsstufe entfernt grobe …

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2 Biologische Reinigung – Kohlenstoffabbau

Die biologische Reinigungsstufe entfernt gelöste …

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3 Biologische Stickstoffentfernung

Die Stickstoffelimination entfernt überschüssigen …

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4 Phosphorelimination

Die Phosphorelimination entfernt überschüssigen …

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5 Nachklärung

Das Nachklärbecken trennt den Belebtschlamm vom …

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6 Elimination von Mikroverunreinigungen

Die Ozonung entfernt Mikroverunreinigungen aus dem …

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7 Tuchfiltration

Die Tuchfiltration ist eine zusätzliche Reinigungsstufe …

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8 Gereinigtes Abwasser

Das gereinigte Wasser kehrt sauber in den natürlichen …

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9a Faulung

Die Faulung baut organische Bestandteile des Schlamms …

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9b Schlammentwässerung und -Entsorgung

Die Schlammentwässerung reduziert Volumen und …

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10 Biogas und Solarstrom

Das Biogas wird zur Erzeugung von Strom und …

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11 Betriebsgebäude

Das Betriebsgebäude ist das organisatorische und …

1 Mechanische Reinigung

In der mechanischen Reinigungsstufe werden grobe und absetzbare Stoffe aus dem Abwasser entfernt. Diese gelangen beispielsweise als Toilettenpapier, Hygieneartikel, Sand, Kies oder kleine Steine über die Kanalisa­tion in die Kläranlage.

Zunächst hält der Rechen grobe Bestandteile zurück. Anschliessend werden im Sandfang Sand und andere mineralische Stoffe abgeschieden. Im Vorklärbecken sinken schwerere organische Feststoffe auf den Becken­boden und werden als Primärschlamm entfernt. Dadurch werden die nachfolgenden biologischen Reini­gungs­stufen entlastet.

2 Biologische Reinigung – Kohlenstoffabbau

In der biologischen Reinigungsstufe werden gelöste organische Stoffe aus dem Abwasser entfernt. Diese stammen insbesondere aus Fäkalien, Lebensmittelresten, Fetten, Wasch- und Reinigungsmitteln sowie weiteren biologisch abbaubaren Stoffen aus Haushalten und Gewerbe.

Im Belebungsbecken bauen Mikroorganismen diese organischen Stoffe mithilfe von Sauerstoff ab. Dabei entstehen Kohlendioxid, Wasser und neue Mikroorganismen (Biomasse). Die Mikroorganismen bilden den sogenannten Belebtschlamm.

3 Biologische Stickstoffentfernung

Stickstoff gelangt vor allem über Urin, Fäkalien und eiweisshaltige Lebensmittelreste ins Abwasser. Gelangt zu viel Stickstoff in Gewässer, kann dies zu einer Überdüngung und zu verstärktem Algenwachstum führen.

Die Stickstoffentfernung erfolgt im Belebungsbecken in zwei Schritten. Bei der Nitrifikation wandeln spezia­li­sier­te Bakterien Ammonium unter Sauerstoffzufuhr zunächst in Nitrit und anschliessend in Nitrat um.

Bei der Denitrifikation nutzen andere Bakterien das Nitrat in einem unbelüfteten, sauerstoffarmen Bereich als Sauerstoffquelle. Dabei wird es zu gasförmigem Stickstoff (N₂) umgewandelt, der in die Atmosphäre entweicht. Auf diese Weise wird der Stickstoff dauerhaft aus dem Abwasser entfernt.

4 Phosphorelimination

Phosphor gelangt vor allem über Urin, Fäkalien, Lebensmittelreste sowie Wasch- und Reinigungsmittel ins Abwasser. Zu hohe Phosphoreinträge fördern in Gewässern das Wachstum von Algen und Wasserpflanzen und können das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigen.

Die Phosphorelimination findet im Belebungsbecken statt. Bei der biologischen Phosphorelimination (Bio-P) durchläuft der Belebtschlamm zunächst einen sauerstoff- und nitratfreien Bereich. Unter diesen Bedingungen werden bestimmte Mikroorganismen dazu angeregt, in den nachfolgenden belüfteten Bereichen besonders viel Phosphor aufzunehmen und in ihren Zellen zu speichern. Der gespeicherte Phosphor wird zusammen mit dem Überschussschlamm aus dem Reinigungsprozess entfernt.

Zusätzlich wird im Belebungsbecken ein Eisensalz dosiert. Das Eisen reagiert mit dem gelösten Phosphat und bildet schwer lösliche Verbindungen. Diese lagern sich an den Belebtschlamm an und werden im Nach­klär­becken zusammen mit ihm vom gereinigten Wasser getrennt.

5 Nachklärung

Im Nachklärbecken wird der Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser getrennt. Der Schlamm sinkt auf den Beckenboden, während das gereinigte Wasser an der Oberfläche abfliesst.

Ein grosser Teil des abgesetzten Schlamms wird als Rücklaufschlamm wieder in das Belebungsbecken ge­pumpt. Der Teil, der durch die Vermehrung der Mikroorganismen zusätzlich entstanden ist, wird als Über­schuss­schlamm aus dem Prozess entfernt.

6 Elimination von Mikroverunreinigungen

Trotz der biologischen Reinigung verbleiben im Abwasser kleinste Spurenstoffe wie Medikamenten­rück­stände, Hormone, Pflanzenschutzmittel oder Bestandteile von Kosmetik- und Reinigungsprodukten. Diese sogenannten Mikroverunreinigungen können bereits in sehr geringen Konzentrationen Wasserlebewesen beeinträchtigen.

Zur Entfernung wird das Wasser mit Ozon behandelt. Das Ozon reagiert mit vielen dieser organischen Spuren­stoffe und baut sie in kleinere, besser biologisch abbaubare Verbindungen um.

7 Tuchfiltration

Die Tuchfiltration ist eine zusätzliche Reinigungsstufe nach der Elimination der Mikroverunreinigungen. Sie entfernt feinste Schwebstoffe und verbessert dadurch die Ablaufqualität der Kläranlage.

Das Abwasser strömt in ein Becken mit rotierenden Filterscheiben. Diese sind als Hohlkörper ausgeführt und mit einem feinporigen Filtertuch bespannt. Das Wasser fliesst durch das Tuch in das Innere der Scheiben. Dabei bleiben die Feststoffe am Filtertuch zurück. Das gefilterte Wasser wird über eine zentrale Welle zum Ablauf geleitet.

Die Filtertücher werden während des Betriebs automatisch gereinigt. Dazu drehen sich die Scheiben langsam an einer Absaugeinrichtung vorbei. Die entfernten Feststoffe werden zur weiteren Behandlung in den Reini­gungs­prozess zurückgeführ.

8 Gereinigtes Abwasser

Nach Abschluss aller Reinigungsstufen erfüllt das Abwasser die gesetzlichen Anforderungen und kann in die Glatt eingeleitet werden. Die Belastung durch organische Stoffe, Stickstoff, Phosphor und Mikro­verun­reini­gun­gen wurde dabei weitgehend entfernt.

Schlammbehandlung

Herkunft des Frischschlamms
Bei der Abwasserreinigung fallen zwei Schlammarten an. Der Primärschlamm stammt aus dem Vorklär­becken und besteht aus den dort abgesetzten organischen und mineralischen Feststoffen.

Der Überschussschlamm entsteht in der biologischen Reinigung, wenn sich die Mikroorganismen vermehren und ein Teil des Belebtschlamms aus dem Prozess entfernt wird.

Primärschlamm und Überschussschlamm werden zusammengeführt. Dieses Gemisch wird als Frischschlamm bezeichnet.

9a Faulung

Der Schlamm gelangt in den Faulturm. Dort bauen Mikroorganismen die organischen Bestandteile unter Sauer­stoff­aus­schluss und bei einer Temperatur von rund 37 °C ab.

Während dieses etwa drei bis vier Wochen dauernden Prozesses entsteht Biogas. Gleichzeitig wird der Schlamm stabilisiert und die organische Substanz weitgehend abgebaut.

9b Schlammentwässerung und -Entsorgung

Nach der Faulung wird der Schlamm mit einer Zentrifuge entwässert. In der schnell rotierenden Trommel wirken hohe Fliehkräfte. Dadurch werden die festen Schlammteilchen nach aussen gedrückt und vom Wasser getrennt.

Das abgetrennte Wasser wird in den Reinigungsprozess zurückgeführt. Der entwässerte Klärschlamm besitzt deutlich weniger Volumen und Gewicht und kann anschliessend einer thermischen Verwertung zugeführt werden. Dabei kann der im Schlamm enthaltene Phosphor zurückgewonnen und als wertvoller Rohstoff wieder­ver­wendet werden.

10 Biogas und Solarstrom

Das bei der Faulung entstehende Biogas besteht hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid. Es wird ge­sammelt und in einem Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt.

Die Wärme dient unter anderem zur Beheizung des Faulturms, während der erzeugte Strom zusammen mit dem Strom der Fotovoltaikanlagen einen grossen Teil des Eigenbedarfs der Kläranlage deckt.

11 Betriebsgebäude

Das Betriebsgebäude ist das organisatorische und technische Zentrum der Kläranlage. In der Leitwarte werden sämtliche Prozesse zentral überwacht und gesteuert. Ein chemisches Labor ermöglicht die laufende Kontrolle der Reinigungsleistung und Wasserqualität. Ergänzt wird das Gebäude durch eine Werkstatt, die Administration sowie Garderoben und einen Aufenthaltsraum für die Mitarbeitenden.

Kennzahlen

Generelle Angaben

KennzahlWertAnmerkung
Gemeinden im EinzugsgebietBachs, Dielsdorf, Neerach, Niederglatt, Niederhasli, Oberglatt, Regensberg, Rümlang, Steinmaur
Einwohner im Einzugsgebiet46'300Stand 31.12.2025

Abwasserbehandlung

KennzahlWertEinheit
Jahresmenge7'700'000
Trockenwetterca. 15’000m³/d
Regenwetterbis 60’000m³/d
CSB Zulauf6'500kg/d
Eliminationsleistung ARA> 85%
Ntot Zulauf600kg/d
Eliminationsleistung ARA> 55%
NH4-N Zulauf420kg/d
Eliminationsleistung ARA> 90%
Ptot Zulauf72kg/d
Eliminationsleistung ARA> 80%

Schlammbehandlung

KennzahlWertEinheit
Frischschlammenge eingedickt43'000m³/a
Frischschlammenge eingedickt1'230tTS/a
Gasproduktion500'000m³/a
Energie Gesamtverbrauch2'250'000kWh/a
Energie Eigenproduktion (Gas)1'120'000kWh/a

EMV-Stufe

KennzahlWertEinheit
Jahresmenge7'700'000
Trockenwetterca. 15’000m³/d
Regenwetterbis 60’000m³/d
Verfahrenstechnisches Volumen353
Filtergeschwindigkeit Reaktor7–15m/h
Kohleverbrauch150–200kg/d
Eliminationsleistung ARA> 80%